Hawaii – Big Island

Am 11.10. liegen wir vor Anker vor Kona. Das heißt für uns Tendern und wir sind nicht die ersten Gruppe, die hierbei zum Zuge kommt.

Warum hat Kona keinen großen Hafen? Weil das vorgelagerte Riff unter Naturschutz steht und einen großen Anleger nicht möglich macht.
Paul Allen, der Mitbegründer von Microsoft, hatte hier eine Villa und eine Yacht und er wollte den Bau des Hafens finanzieren. Die Regierung hat es jedoch abgelehnt.

Hier auf Big Island hat vor ein paar Tagen erst der Ironman stattgefunden. Dieses Jahr haben 5.500 Athleten teilgenommen. Normalerweise sind es ca. 2000. Das Startgeld liegt bei 1200 bis 1600 USD. Die Qualifikation kostet nochmals extra.

Die letzten Schwimmer sind noch unterwegs…. Nein, Spass bei Seite. Aber die Schwimmstrecke ist noch gekennzeichnet. Und es schwimmen dort tatsächlich Leute.

An Land angekommen, laufen wir ein Stückchen durch den Ort, bevor wir wieder unsere beiden Guides Gabi und Bruno treffen. Sie sind gestern Abend noch von Kauai aus hier nach Big Island geflogen, um uns heute wieder zu betreuen.

Wir fahren ein ganzes Stück entlang der Radstrecke vom Ironman. Es geht von Kona an der Westküste in Richtung Norden nach Hawi.

Unterwegs besichtigen wir den historisch bedeutsamen Steintempel Pu’ukoholā Heiau.

Wir spazieren entspannt durch das Areal. Die Landschaft ist einfach wunderschön.

Für die Geschichtsinteressierten, hier ein paar Hintergrundinfos von Thorsten:

Der Steintempel beherbergt einen der größten restaurierten heiau in Hawaii. Heiau sind heilige Tempel und Gebetsstätten der hawaiianischen Ureinwohner und der Puukohola Heiau wurde errichtet, um eine historische Prophezeiung zu erfüllen. Kamehameha I. übernahm 1782 die Kontrolle über die westliche und nördliche Insel Hawaii, kämpfte jedoch in den folgenden acht Jahren in einer Reihe von nicht immer erfolgreichen Schlachten. Nach seiner Rückkehr aus Maui im Jahr 1790 wurde er von seinem Cousin Keōua Kuahuʻula angegriffen, der immer noch die Ostseite der Insel kontrollierte. Ein angesehener Kahuna (Priester) namens Kapoukahi, aus dem Dorf Kawaihae, schlug vor, einen Luakini Heiau (Opfertempel) zu bauen, um die Gunst des Kriegsgottes Kūkaʻilimoku zu gewinnen. Dieser einer Festung gleichende heiau wurde zwischen 1790 und 1791 mit Ausblick auf die Kohala Coast errichtet. König Kamehameha erfüllte dann tatsächlich die Prophezeiung des kahunas, als er die hawaiianischen Inseln 1810 vereinigte. Der gewaltige Steintempel wurde komplett von Hand ohne Mörtel erbaut. Es wird auch angenommen, dass die für diese Konstruktion verwendeten Lavasteine aus dem knapp 40 km entfernt liegenden Pololu Valley stammen und über eine Menschenkette von Hand zu Hand bis hierhin weitergereicht wurden. Die 68 m x 30 m große Konstruktion ist von 4,8 m bis 6 m hohen Mauern umgeben. Der Tempel gilt als einer der letzten seiner Art, der auf den hawaiianischen Inseln gebaut wurde, bevor die einheimische Kultur von der westlichen Welt beeinflusst wurde. Das Schiff Fair American erlitt 1790 Schiffbruch in Olowalu und die gestrandeten britischen Seemänner David und Young wurden festgenommen und John Young wurde später ein wichtiger militärischer Berater von König Kamehameha. John Young baute sich in der Nähe ein Haus und eine Ranch. Die Nachricht von Kamehamehas großer Gefolgschaft hatte sich auf die anderen Inseln verbreitet, die sich zusammenschlossen und versuchten, von Nordosten her einzudringen. Die beiden Europäer hatten Kamehamehas Armee im Umgang mit Musketen unterrichtet und Kanonen auf Doppelhüllen-Kanus montiert. Die Eindringlinge waren der Artillerie nicht gewachsen und wurden in der sogenannten Schlacht von Kepuwahaʻulaʻula (Rotmaulkanone) nördlich des Waipiʻo-Tals zurückgeschlagen.

Der Flughafen hier hat die längste Landebahn, um dem Space Shuttle die Möglichkeit für eine Landung zu geben.
Momentan läuft allerdings der internationale Flugverkehr noch über Honolulu.

Und die Landschaft ändert sich auch hier ständig.

Am Nachmittag biegen wir ab ins Gebirge. Hier wird Viehzucht betrieben. Die Cowboys auf Hawaii heißen Paniolo und kamen aus Argentinien.

Leider regnet es hier oben auf 500 m. Der Regen ist ein Segen, denn es hat lange nicht geregnet und die Weiden sind schon braun. Also auch hier grüßt der Klimawandel.

Im Waimea im Landesinneren machen wir eine „Pinkelpause“ und dort ereilt uns ein kräftiger Wolkenbruch.

Zurück an der Küste scheint wieder die Sonne.
Wir halten nochmals an den Lavafeldern an und machen ein paar Fotos.

Leider hatten wir nicht genug Zeit die andere Seite der Insel zu erkunden, wo der Vulkan ist. Aber so ist das auf einer Schiffsreise. Man hat immer nur Zeit, sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen.

Dann geht es schon zurück nach Kona. Wir haben noch ein wenig Zeit für Shopping. Ich kaufe nichts!

Wir tendern zurück zum Schiff.

Jetzt genießen wir die Sail Away Party an Deck bei ein paar Drinks.

Bereits um 16.30 Uhr geht es weiter Richtung Süden, zunächst über den Äquator und die Überschreitung der Datumsgrenze bis zum nächsten Stopp in der Südsee. Samoa.

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