17.2.2016
Ich hatte gelesen, dass auch der chilenische Teil von Patagonien, seine Reize hat.
Deshalb planten wir ein paar Tage in Puerto Natales ein. Eine praktische Möglichkeit dies von El Calafate aus zu machen, ist der Bus.
Das Aufstehen fällt schwer, aber ich raffe mich auf. Nehme mein Gepäck mit nach vorne, bezahle mein Bier aus der Minibar (2,50 EUR) und gehe zum Frühstück.
Das Hotel ist gut gebucht und der Raum ist voll. Es ist erst 7.00 Uhr.
Um 7.30 Uhr kommt unser Taxifahrer von gestern und fährt uns zum Busbahnhof. Auch hier wuselt es.
Wir müssen uns im Bahnhof am Schalter registrieren, den Pass vorzeigen und erhalten ein neues Ticket. Das Gepäck wird verladen (1000 ARS Trinkgeld).
Wir sitzen ganz vorne ob, doch es ist grau und regnerisch und ich schlafe noch eine Runde bis zum Pipistop gegen 11.45 h. Zunächst immer wieder Regen, doch später klart es auf. Die Landschaft ist eintönig. Patagonische Pampa halt.




An der argentinisch/chilenischen Grenze müssen alle aussteigen, Passkontrolle Argentinien, Einreise Chile (wir erhalten ein Papier, welches man aufheben muss für die Ausreise, stichprobenhafte Gepäckkontrolle. Das kostet alles Zeit und die Grenzbeamten sind beschäftigt.
Irgendwann geht es weiter nach Puerto Natales, wo kurz nach 14.00 Uhr nach ca. 6 Stunden Fahrt, eintreffen. Die Strasse war gut zu fahren, ab und an ein paar Schlaglöcher. Kein Problem für einen „normalen PKW“.
Wir nehmen ein Taxi zu unserem gebuchten Hostal Patagonica, beziehen unsere Zimmer, ich tausche 100EUR in bar, da meine Karte am Bahnhof mal wieder nicht ging.
Marian geht es nicht gut. Sie hat sich wohl einen Infekt eingefangen. Wir spazieren gemütlich Richtung Hafen, wo es aber kalt und windig ist, später in die Stadt. Auf den ersten Blick ist der Ort nicht wirklich einladend.
Ich buche für Mittwoch eine Tour in den Torres del Paine Nationalpark.
Gegen 18.00 Uhr sind wir zurück in der Unterkunft, Marian ruht sich aus und ich gehe 2 Strassen weiter in ein angesagtes Japanisches Fusion Lokal, wo ich, da ich alleine bin, sofort einen Platz bekomme. Ich bestelle eine leckere Ramensuppe mit Meeeresgetier und probiere meine 1. Pisco Sour, das Nationalgetränk in Chile.
Ich sitze neben einer jungen Frau, die alleine Low Budget unterwegs ist. Sie schläft im Zelt und dieser Restaurantbesuch war eine Ausnahme für sie. Sie fährt in den nächsten Tagen mit der Fähre weiter nach Ushuaia, von wo aus sie ein Segeltörn in die Antarktis macht mit einer Gruppe von 12 Personen. Bewundernswert und sicher eine Erfahrung fürs Leben.





Wieder zurück buche ich online den NP Eintritt für den Torres del Paine und schreibe Tagebuch. Ausserdem genehmige ich mir ein Gläschen chilenischen Rotwein.
18.2.2026 Tagestour in den Torres del Paine Nationalpark
Um 6.15 Uhr klingelt der Wecker. Ab 7.15 Uhr kann ich erst frühstücken, was ganz gut ist.
Um kurz nach 7.30 Uhr steht schon der Guide auf der Matte.
Die Gruppe wird eingesammelt, 1 Italienisches Paar, 1 argentinische Frau, 1 japanisches Paar mit einem 2 jährigen Kind und 2 deutsche Paare. Eine nette Truppe. Multikulti, wie ich es mag.
Der Guide erklärt, wo wir lang fahren, bereists vor dem Parkeingang sehen wir Guanacos, Rind- und Schafherden und sogar den majestätischen Vogel der Anden El Condor. Es ist schwer, ihn vernünftig mit dem Handy einzufangen.





Das Wetter ist ganz gut, es weht aber ab und zu ein heftiger Wind.
That’s Patagonia, egal ob in Argentinien oder in Chile.





Wir fahren eine schöne Rundtour im Park, mehrere Lookouts und die unterschiedlichen Seen ab. Zwischendurch gibt es immer wieder mal eine kleine Wanderung. Wir sehen das Torres Massiv aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Es ist eine bezaubernde Landschaft.











Auch auf dieser Etappe gibt es einen kleinen Wermutstropfen in meiner Planung. Den Torres del Paine NP muss man erwandern. Entweder sollte man in eine Unterkunft im Park investieren oder einen Mietwagen haben, um unabhängiger zu sein. Die Fahrt von Puerto Natales in den Park dauert jedes Mal immerhin ca. 1,5 Stunden.
Gegen 13.30 Uhr sind wir am Lago Grey zur Mittagspause. Ich trinke nur schnell eine Tasse Kaffee und laufe dann hinunter zum Strand vom Lago Grey. Man sieht die Eisschollen am Gletscher in der Ferne und es weht ein eiskalter Wind.
Um 15.00 Uhr ist Abfahrt. Eine letzten Stopp gibt es zunächst am Viewpoint zum Lago Grey Gletscher, es hat sich aber zugezogen und weiter geht es zur Milodon Höhle. Interessant, wie sich die Welt vor 14.000 Jahren offenbart hat….
Um kurz nach 18.00 Uhr bin ich wieder im Hostal. Ich treffe Marian, der es Gott sei Dank wieder besser geht. Um 19.30 Uhr treffen wir uns zum Abendessen. Ich esse Schellfisch mit >Kartoffelbrei, ein Pisco Sour, 1 Glas Rotwein und Espresso für 22.500 CLP. Das war günstig.
Um 22.00 h sind wir wieder zu Hause. Ein wenig Schönheitspflege, Tagebuch schreiben und dann ist für mich Schlafenszeit.