3.3.2026 – mit dem Taxi in die Anden
Um 8.30 Uhr holt uns unser Taxifahrer in der Villa Mendotza ab.
Das Auto ist ein wenig zerbeult und auch innen nicht so sauber. Marian kommt ein wenig später und ich sah schon in ihrem Gesicht, dass sie angewidert war. Ein Luxus Mädel halt.
Aber der Taxifahrer war super, hat viel erzählt, was ich sogar verstanden habe.
Es gibt in und um Mendoza 20.000 Bodegas in 3 Regionen Uco, Lluyan und Maipu. Parallel dazu gab mir sein Chef von der Reiseagentur immer wieder Hinweise per Whatsap auf Englisch. Der sprach aber eigentlich auch fast kein Wort Englisch. Heutzutage ist alles einfach.
Wir starten entspannt zunächst nach Cacheuta. Cacheuta ist eine Thermalstation nicht weit von Mendoza in Halbhöhenlage, in den sogenannten PreCordilieren.
Es gibt öffentliche Thermen und ein exklusives Hotel mit angeschlossener Therme.
Wir fahren durch den Ort, es ist noch gar nichts los. Die Badeanstalt ist noch nicht geöffnet. Es sieht auch alles ein wenig verfallen aus. Wie aus früheren Zeiten.
Kurz bevor wir weiter fahren, kommen die ersten Touristenbusse. Wir haben mal wieder alles richtig gemacht. Das hätten wir alleine niemals, so gefunden und geplant.



Das ändert sich jedoch, als wir durch den Tunnel fahren…
Der riesige Potrerillos Stausee wird als Wasserreservoir und für Freizeitaktivitäten genutzt. Wir sind unter der Woche hier und früh morgens. Der Fahrer erklärt uns, dass man hier am Wochenende kaum einen Parkplatz findet.



Je weiter wir Richtung Hochanden fahren, desto mehr klart es auf. Die RN 7 führt bis nach Chile und es sind hier viele Lastwagen unterwegs. Sie kommen teilweise von weit her, Kolumbien, Peru usw.
Doch zunächst machen wir einen kurzen Halt einer Schlucht mit Wasserfall, wo eine alte Eisenbahnbrücke vorbei führt. Die Überreste der Eisenbahntrasse, die früher genutzt wurde, bevor die RN 7 gebaut wurde.




Kurz vor Uspallata machen wir eine kurze Pipi- und Trinkpause. Dort schenkt mir ein Chilene einen „Buen Suerte“ Anhänger, weil ich ihm Feuer gegeben habe. Ich habe mich gefreut.
Am Lookout von Uspallata treffen wir einen Kölner, der mit dem eigenen Motorrad 1 Jahr in Südamerika unterwegs ist. Ein kommunikativer und interessanter Typ und ein argentinisches Paar aus Buenos Aires. Wir unterhalten uns über die Unterschiede zwischen Chilenen und Argentiniern. Sie sind von der Art her wirklich sehr unterschiedlich, wie schon in einem vorherigen Blogbeitrag erwähnt.
Es war mal wieder eine interessante Begegnung.




Einfach eine wunderschöne Landschaft und noch dazu bei blauem Himmel. Wir haben einfach Glück.
Dann geht es noch, kurz vor dem höchsten Berg Südamerikas an einer verlassenen und geschlossenen Skistation “ Los Penitentes“ vorbei. Liegt auf über 2000 m, doch wegen des Mikroklimas, was dort herrscht, kein Schnee mehr. Also lässt man es verfallen… Schade aber die Geldmittel fehlen sicherlich. In Argentinien hat man andere Sorgen.
Dann geht es zum nächsten Halt, dem Aconguana, der höchster Berg Amerikas gilt. Über 6000 m hoch. Hier herrscht alpine Bergsteiger Atmosphäre.




Auf dem Spaziergang zum Mirador, stolpere ich und falle hin. Es ist aber nichts passiert. Nur ein paar wirklich kleine Schürfwunden. Gott sei Dank.
Weiter geht’s an die Grenze zu Chile. Las Cuevas, ein verschlafener Ort. Tatsächlich wäre es kein Problem die RN 7 mit dem Auto weiter zu fahren bis Santiago de Chile. Daus dauert ca. 5 Stunden. Wir werden in weniger als 1 Stunde über die Anden fliegen von Mendoza nach Santiago. Ich werde berichten….

Hier kehren wir um und fahren zu unserem nächsten Halt. Puente del Inca.
Ein historischer und auch touristischer Ort. Wir sind zwar nicht allein dort aber die Menschenmassen halten sich in Grenzen. Wir haben genügend Zeit, um den Ort und das Naturwunder Puente del Inca zu besichtigen.


Im Ort verkaufen die Einheimischen alle möglichen Souvenirs aus den Steinen des Monuments.
Und von dort aus geht es zurück mit einer kurzen Mittagspause in Uspallata.
Wir essen nur eine Kleinigkeit, es ist schon Nachmittag aber der Taxifahrer isst natürlich richtig. Wir wollten ihn einladen, doch es gibt wohl ein Abkommen, dass sein Essen von dem Touranbieter bezahlt wird. So bekommt erhalt ein besseres Trinkgeld.

Von dort aus geht es zurück zu unserer Unterkunft. wieder durch wunderschöne Bergkulissen, jetzt am späten Nachmittag.




Erst um 18.20 h erreichen wir wieder unsere Villa Mendotza, statt, wie geplant um 16.30 Uhr.
Wir geben dem Fahrer jeweils 20.000 ARS und sind beide fasziniert von diesem wirklich wunderbaren Ausflug.
Kurz darauf meldet sich der Touroperator Omar und kassiert jeweils 106.000 ARS., nun doch per KK mit 10% Aufschlag, da er auf 100 usd in Cash nicht rausgeben konnte. Ich bereue es nicht!
Es hat sich absolut gelohnt, sich fahren zu lassen.
Abends gehen wir nochmals schön essen im Restaurant Zappa. Sehr gut, lecker und freundlicher Service in angenehmer Atmosphäre.
Allerdings war es 20 Minuten zu fahren. Hier braucht man also auch unbedingt ein Auto.




Es war ein wunderbarer Tag!

