2 Wochen Italien zu Land und zu Wasser

Am 24.9. fahre ich gemütlich los nach Cannes, wo ich eigentlich Freunde besuchen wollte. Leider ist der Termin wegen Krankheit abgesagt.

Da ich ein Hotelzimmer reserviert hatte, erkunde ich Cannes etwas genauer. Das Wetter ist zwar trocken aber bewölkt, sodass die Fotos keine so gute Stimmung verbreiten.

Nachmittags klart es auf…

Und abends ist es so angenehm, dass ich draußen essen kann bei einem Thailänder.

Ich schlafe gut in meinem zentral gelegenen Hotel und frühstücke im kleinen Bistro an der Ecke für 2,50 Eur.

Am 25.9. geht es weiter nach Italien.

Über die Autobahn fahre ich über Nizza und mache einen kurzen Halt oberhalb von Monaco.

Das Wetter ist immer noch gut, auch wenn es hinter Genua etwas wolkiger wird. Ich entscheide mich für einen Abstecher nach Porto Fino. Dort war ich noch nie und man sollte ja seine bucketlist irgendwie schon abarbeiten.😉

Der Küstenabschnitt ist wirklich sehr schön. Ich mache in Porto Fino einen kleinen Rundgang, esse und trinke eine Kleinigkeit und genieße die vorerst letzten Sonnenstrahlen.

Auf dem Weg nach la Spezia gibt es den ersten Schauer und während des  Spaziergangs entlang der Promenade von la Spezia ebenfalls.

Mein Gastgeber von der Casa, die ich gebucht habe, schickt mir die Anfahrt dorthin über Google und ich erreiche dieses kleine Paradies gegen 17.00 Uhr.

Dino, der Besitzer der Casa di Gaia, ist sehr freundlich und gibt tolle Tipps.

Er bestellt mir z.b.  einen Tisch in einem Restaurant nicht weit von hier, wo ich hervorragend speise. Dort treffe ich tatsächlich ein Paar aus Toulon und der Mann arbeitet in Bormes. So klein ist die Welt.

Danach geht es zurück in der Casa trinke ich noch einen Schlummertrunk gemeinsam mit anderen Gästen aus Pirmasens.

26.9.

Ich schlafe, wie ein Murmeltier und wache tatsächlich erst um 8 Uhr auf. Für 8 Uhr hatte ich das Frühstück bestellt. Trotzdem läuft alles entspannt hier in Bella Italia. Das Frühstück ist für italienische Verhältnisse hervorragend. 

Es ist trübe und nass. Dino rät mir deshalb heute nicht in die Cinque terre zu fahren, sondern nach Portovenere. Er leiht mir seine Parkplatz Karte für den Hafen von la Spezia.

Ich fahre mit den Boot nach Porto Venere…

Ein wunderschöner Ort, ich mache den klassischen Rundgang hoch zum Fort und zur Festung. Auf dem Rückweg esse ich einen Salat, bevor es wieder zurück nach la Spezia geht.

Spätnachmittags noch einen Rundgang durch la Spezia. Italienischer life style einer kleinen Stadt.

Abends lädt mich Dino zum Abendessen ein. Risotto mit Familienanschluss.

Freitag, den 27.9. fahre ich wieder nicht in die Cinque terre sondern nach Lerici. Es ist immer noch nicht sonnig genug. So werde ich wohl nochmals wiederkommen müssen.

Dann kommt doch noch die Sonne raus. Ich fahre weiter an der Küste entlang. Es ist immer wieder bewölkt. Weiter geht’s nach Pisa. Aber es ist zu viel Verkehr und ich fahre doch  nicht in die Stadt. Irgendwie mag ich es nicht mehr so viele Touristen um mich herum zu haben. Ich liebe es mehr authentisch und auch nach dem Motto „Mut zur Lücke“.

Mit offenen Dach geht es weiter nach Livorno, wo ich schnell einen zentralen Parkplatz finde und zu einem  Stadtrundgang starte.

Gegen 17.00 Uhr erreiche ich die Marina calle de medici, wo der Catamaran bald ankommen wird.

Das gigantische Boot kommt gegen 17.30 Uhr an und ich filme die Ankunft.

Christine hat mir angeboten für heute Nacht eine Koje zu beziehen. So lerne ich die vorherige Crew kennen und den Eigner der Ancora Reha. Ich werde gleich zum Abendessen eingeladen, danach noch einen Schlummertrunk in der Marina bei Live Musik. Ein redsilliger und feuchtfröhlicher Abend.

28.9. – Einschiffung der neuen Crew auf der Ancora Reha

Samstags reist die Männer Crew ab, Christine und Rosi bleiben an Bord.

Ulrike und Robert kommen an. Ich gehe mit Christine und Robert einkaufen.

Dann kommt Peter, der Skipper und später Maria und Marie Rose aus Frankreich an.

Als alle an Bord sind, werden die Sicherheitshinweise gegeben und die Schwimmwesten verteilt. Die hat jeder in seiner Kabine. Und alle unterschreiben das Protokoll.

Abends machen wir alle zusammen eine kleine Wanderung nach Castiglioncello mit apéro unterwegs und Abendessen.

Es scheint, dass wir eine super Truppe sind.

Erster Landgang auf Capreia

Es scheint, dass wir eine super Truppe sind.

29.9.Leinen los und auf ins Abenteuer

Am Sonntag morgen wird zunächst Arbeit verteilt. Boot abspritzen, Frühstück richten, Wasser tanken und gegen 10 legen wir ab. Rosi gibt noch Nachhilfe im Knoten setzen.

Wir haben kaum Wind, wir motoren und eine Stunde später regt Peter an, das Vorsegel auszufahren und wir genießen unseren ersten Tag auf See.

Un 17.00 Uhr legen wir in Capreia an. Am Hauptkai.

Wir machen eine kleine Wanderung hoch auf den Berg, trinken dort den apéro und abends geht es Pizza essen am Hafen und erleben den ersten Sonnenuntergang.

Morgen geht es nach Elba.

30.9. weiter geht es nach Elba

Ich werde um 7 Uhr wach. Ab 8 darf man erst duschen wegen der Pumpengeräusche… So gehe ich hoch an Deck und bereite heute den Obstsalat vor.

Wir navigieren ca. 5 Stunden und ankern in einer schönen Bucht vor Elba, Spiagga del viticcio. Alle gehen im glasklaren Wasser schwimmen, Maria und Marie kreieren mit Resten vom Vortag ein delikates Mittagessen. Abends ist der Tisch auch wieder reichlich gedeckt mit allen möglichen Leckereien. Christines Kartoffel Salat inkl .

Wir verbringen einen feuchtfröhlichen Abend an Bord und spielen Rummy CUB.
Ein entspannter Tag an Bord.

Gegen 23 Uhr ziehen sich alle zurück. Peter, der Skipper hält Nachtwache, da wir vor Anker liegen.

1.10. weiter rund um Elba

Für mich ist Dienstag um 7 Uhr die Nacht rum.

Gegen 8 krabbeln alle aus ihren Kojen und gehen erstmal schwimmen.

Ich bereite das Frühstück vor.

Gegen 10 Uhr wird der Anker gezogen und wir legen los. Vorbei an Marciano Marina zeitweise unter Segeln. Die Stimmung ist ausgelassen und wir machen unseren workout heute tanzend.

An der Nordwestspitze von Elba kämpfen wir  gegen den Wind.

Und ankern vor Porto Azzuro. Abends geht es zum Essen in den Ort mit dem Zodiac. Per Taxi geht es weiter hoch nach Capolivere , wo wir einen kleinen Stadtrundgang machen und zu Abend essen.

Es ist aufregend im Stockdunklen wieder per zodiac zurück zu fahren aber es klappt alles.

Christine und Robert meistern das professionell 😀

Christine und ich trinken noch einen Vino und quatschen.

Erst um Mitternacht liege ich in meiner Koje.

2.10. Eine Seefahrt, die ist lustig und abwechslungsreich

Am Mittwoch werde ich erst um 8 Uhr wach.

Alle sind schon aktiv. Die Ankerkette war heute Nacht gegen das Schiff geknallt. Ich hatte nix mitbekommen. Wahrscheinlich zu viel Rotwein gestern Abend.

Marie klemmt die Arretierung der Ankerkette wieder fest bei ihrem morgendlichen Bad im Meer.

Christine und Robert fahren mit Maria und Marie an Land. Sie kommen mit frischem Brot zurück. Die zwei Mädels bleiben an Land, wir frühstücken heute nur zu 5 an Bord.

Gegen 11.30 Uhr holen Robert und ich die Mädels mit dem Zodiac wieder ab. Kurz darauf wird der Anker gehoben und es geht weiter nach Porto Ferraio.

Die See ist sehr rauh und wir haben guten Wind Stärke 5, sodass das Vorsegel die Lage etwas beruhigt. Leider hängt es sich fest und rollt nicht mehr komplett ein. Irgendwas hat sich in der Spule verhakt. Im Hafen schaffen es Rosi und Peter alles wieder gangbar zu machen.

Und es erwartet uns ein schwieriges, nervenaufreibendes Anlegemanöver. Als wir festliegen, beruhigt sich wieder alles und es beginnt zu regnen.

Marie und Maria gehen auf Stadtrundgang, ich gehe Schuhe kaufen und Christine und Ulrike ebenfalls. Leider regnet es ziemlich stark.

Bei Ankunft im Hafen backen die beiden Mädels leckere Crepes. Ich gehe mit Christine die Hafengebühren begleichen. 84 Euro. Nun ist die Bordkasse leer. Jeder bezahlt noch einmal 50 Euro. Nachschub wird fällig.

Wir gehen noch ein Eis essen und ich eröffne den Mädels, dass Rosi morgen wieder in Castiglioncello sein muss. Sie hat am Samstag einen wichtigen geschäftlichen Termin in Deutschland. Ist zwar schade, aber ja nicht zu ändern, zumal auf Elba ein Sturmtief angekündigt ist.

Niemand ist richtig begeistert, denn es soll morgen den ganzen Tag stark regnen.

3.10. – Wir treten die nasse und windige Rückfahrt an

Wir frühstücken um 7.30 Uhr und legen um kurz nach 8 ab. Alles klappt perfekt.

Jeder hat seine Aufgabe und es ist ein Manöver, wie aus dem Bilderbuch.

Zunächst ist die Sicht sehr schlecht, sodass wir alle beobachten müssen, ob nicht irgendwo ein anderes Schiff kommt oder sonstige Hindernisse auftauchen.

Später, näher am Festland, ist es alles etwas entspannter.

Irgendwann haben wir Gegenwind und es regnet wirklich. Es wird ein wenig ungemütlich und  alle müssen sich mehrmals umziehen und die Kleidung wechseln trotz guter Regenkleidung.

So legen wir gegen 15 Uhr in Castiglioncello an. Unser Liegeplatz ist vermietet und wir bekommen Ersatz und Hilfe beim An- und Umlegen der Ancora Reha am nächsten Tag.

Am Donnerstagabend ist es trocken. Die Mädels gehen spazieren und Kaffeetrinken und versorgen sich mit typisch italienischen Süßspeisen.

Wir wollten unseren Abschlussabend im Restaurant der Marina verbringen. Jedoch hatte das geschlossen. So laufen wir weiter an der Promenade entlang und entdecken ein Lokal, in dem gerade ein Soundcheck von einer Band stattfindet. Wir entscheiden uns, dort einzukehren und verbringen einen lustigen Abend bei exzellentem Essen und total entspannter Stimmung. Am allerbesten ist Christine drauf.

Erst gegen Mitternacht sind wir an Bord und nachts regnet es nochmals kräftig.

4.10. Freitagmorgen ist allgemeine Aufbruchstimmung – die ersten verlassen das Schiff

Rosi und Christine fahren mit dem Zug nach Pisa zum Airport und Ulrike und Robert mit ihrem Wohnmobil an den Gardasee.

Vorher frühstücken wir noch alle gemeinsam in der Bar der Marina.

Marie und Maria haben sich abgeseilt und wollen typisch italienisch frühstücken. Leider verabschieden sie sich auf französisch. Anscheinend war das alles ein Missverständnis, wie sie mir nachmittags erklärt haben. Angeblich haben sie gedacht, dass nur Rosi heute abreisen würde. So what🫢

Ich bringe Rosi und Christine zum Bahnhof und fahre dann noch ein Stück die Küste lang. Wunderschön ist es hier.

Zurück im Hafen sehe ich die Ancona Reha mit Peter und den 2 Serviceleuten an Bord gerade Richtung Tankstelle fahren. Ich begleiche die Tankrechnung 358 Euro.

Als wir an unserem Stammplatz liegen, gibt es wieder ein Problemchen mit dem Strom. Peter und ich versuchen den Elektriker beizukriegen. Drei Stunden später ist immer noch niemand da. Das sind italienische 10 minutos🤣.
Irgendwann kommt ein Techniker, nun geht der Strom aber der Warmwasserboiler funktioniert nicht. Die Mädels duschen in der Marina und ich an Bord mit nur lauwarmem Wasser. Geht auch mal.

Wir verbringen nun zu Viert noch einen netten Nachmittag und Abend.Peter lädt uns zum Café ein in der Bar der Marina. Wir verarbeiten noch die Reste aus dem Kühlschrank und essen an Bord zu Abend. Danach kleiner Spaziergang zu dem sizilianischen Bäcker in Rosignano. Wir degustieren das beste Eis, was ich jemals gegessen habe und kaufen ihm noch Limoncello und Gebäck ab. Der Bäcker und Peter finden heraus, dass sie in der gleichen Einheit beim Militär in Meran stationiert waren. Wie klein ist doch manchmal die Welt!

Zurück auf dem Schiff, packen wir unsere Taschen.

5.10. Abschied von der Ancora Reha

Wir drei Mädels gehen heute von Bord.

Es ist kühl und windig heute morgen. Peter bleibt noch bis Dienstag an Bord, da er sich zu einem Überführungsturm von Genua nach Malta angemeldet hat. Dort wird dann Tag und Nacht gesegelt.

Wir drei fahren nach Florenz und machen dort noch einen kleinen Kulturspaziergang.

Am Nachmittag fahre ich weiter Richtung Genua und Maria und Marie warten auf ihren flixbus, der sie über Nacht wieder nach Toulon zurück bringt.

In der Nähe von Lucca werde ich etwas müde und suche mir in der Nähe ein Hotel.

Es liegt am See und ich mache eine kleine Sonnenuntergangswanderung durch das dortige Naturschutzgebiet.

Den Abend lasse ich bei einem leckeren Essen im Restaurant ausklingen.

6.10. Zurück nach Bormes

Bei kühlen herbstlichen Temperaturen und Regen erreiche ich Bormes gegen 16.00 Uhr.

Auch nieselt es

Fazit

Es war eine schöne Reise, wir waren zwar durch die Sprachbarrieren eine relativ inhomogene Gruppe, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

Vielleicht gibt es ja für den einen oder anderen von uns nochmals ein Wiedersehen auf der Ancora Reha.

Danke an die gesamte Crew für dieses für mich unvergessliches Erlebnis.

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